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Es war im besten Sinne des Wortspiels der Überschrift verrückt, was am Freitag in der Auftaktrunde des Hohlfeld-Pokals bei der SG Ricklingen abging. 70 Züge – die meisten davon mit weniger als einer Minute Bedenkzeit – strapazierte Björn am Spitzenbrett die Nerven seiner Mitspieler, ehe das erlösende Remis zur 2:1-Führung und damit der Einzug ins Viertelfinale perfekt war.

Nachdem Uwe dem Kampf mit einem Remis durch Zugwiederholung eröffnete, brachte Jens die SFB in Führung. Am vierten Brett lief Jan einem Bauernrückstand bei zudem schlechterer Stellung hinterher.

Wegen der bei 2:2 zur Anwendung kommenden Berliner Wertung durfte Björn an Brett 1 nicht verlieren. Nach 20 Zügen hatte der die Punkteteilung angeboten, sein Gegner aber logischerweise abgelehnt. Björns Zeit schmolz und das Drama begann. Die Blechbüchse zeigte ungerührt „0,00“ an, aber was nützt die Bewertung, wenn man unter Zeitdruck entscheiden muss. Und tatsächlich – im 63. Zug entfernte sich Björn einmal mit dem König einen Schritt zu weit vom Freibauern des Schwarzen. Der Puls der Umstehenden ging hoch, doch der Lapsus blieb unbestraft. „Wenn man nur vom Inkrement lebt, kommt manchmal auf komische Züge“, erklärte der Kapitän bei der späteren Lagebesprechung im Max. Einige Züge später war es aber geschafft und die Freude groß.

Noch ein zweites Wortspiel: die Schachfreunde haben wirklich eine Meise, nämlich einen Meise – unseren Neuzugang Jan, der dank seiner Endspielkünste an Brett vier das Remis zum 2,5:1,5-Endstand rettete.