„Ein guter Zug noch und alles wäre okay gewesen”, ärgerte sich Björn. Trotz Minusbauern zeigte die Blechbüchse unbeeindruckt eine Bewertung von 0.00! Das Blöde – unser Brett eins fand diesen nicht und verlor. Damit war die 1,5:2,5-Niederlage im Hohlfeld-Pokal bei der SG Berenbostel/Langenhagen perfekt. Letztlich aber nicht schlimm, denn weder bei Björn noch bei Uwe hätte das Ungetüm von Pokal im Wohnzimmer stehen dürfen.
Trotzdem schade, dass die Siegesserie unserer Jungs ausgerechnet im Endspiel gestoppt wurde. Obwohl die Vorteile zwischenzeitlich eindeutig beim klassenhöheren Landesligisten lagen, war es am Ende doch noch einmal spannend geworden.
Dabei begann der Kampf denkbar schlecht. Mathias, der diesmal für Jan einsprang, bekam früh eine schlechtere Bauernstruktur und verlor. Uwe vertauschte in der Eröffnung die Züge und geriet ebenfalls stark unter Druck. Bei Jens bekam der Berichterstatter graue Haare. Auf dem Brett war ein 2. b3-Sizilianer, den beide Seiten furchtbar misshandelten. Letztlich neigte sich auch hier das Pendel für den Gegner. Immerhin – es blieb kompliziert und das gab den Ausschlag. Jens hatte noch eine Minute auf der Uhr, sein Gegenüber deren elf. Zwei Züge später fiel dennoch das Blättchen. Die kurze Unruhe im Saal nutzte Uwe clever und bot Remis. Nachdem der Gegner zuvor den K.o.-Treffer verpasste, war mit Dame gegen zwei Türme laut Rechner alles im Lot. Technisch schwierig war es, doch wenn die Uhr auf der anderen Seite nur noch 50 Sekunden hat, darf man ja mal fragen. Ärgerlich, dass Björn nach einem echten Schnapszug, da bereits auf der Verliererstraße war.
Dennoch – es war ein schöner Wettbewerb. Jetzt heißt es: Auf ein Neues im nächsten Sommer.
